
Kapitel 01 - Die Jagd des Schwarzen Nebels
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Teil 16 - Hüter des Waldes Barsch schallte es aus einem eben noch starren Busch hervor, der plötzlich zum Leben erwachte: "Oh Ihr menschlicher Unhold! Habt Ihr denn keinerlei Respekt vor den Stimmen der Natur?" ...
"Ein Diener der Königstochter wollt Ihr also sein, doch Ihr schleppt einen Sack und kommt ganz allein!" Nimajneb blickte sich um und entdeckte die Quelle jener unfreundlichen Worte ...
"Einem Dieb eher gleich, seht Ihr aus mit Verlaub, denn auch wir wissen bereits von Feuer und Raub. Nelaa Eure Stadt, nun voller Trauer und Wut, wurde überfallen, geplündert und verbrannt bis zur Glut." ...
Nimajneb war ausser sich vor Zorn. Noch nie hatte ihn jemand mit einem Dieb verglichen: "Keiner darf es wagen, so mit einem Novizen des Königs zu sprechen," antwortete er: "sieh Dich vor, Du sprechender Mooskopf, oder ich breche Dir ein paar Deiner Zweige..."
Doch bevor Nimajneb auch nur einen Schritt auf den kleinen Waldgnom zugehen konnte, brach eine dunkle Stimme, wie ein Donner über ihn hernieder: "HÜTE ER SEINE ZUNGE, WIE WIR HÜTER DIESEN WALD - MENSCHLING!"
"Die Felsenwälder sind unser Reich und jedem Fremden gebührt unser Misstrauen. Wage es nicht meinem Freund auch nur ein einziges Blatt zu knicken, denn alle Äste dieses Waldes werden es Dich bitter bereuen lassen..."
Wie durch einen Sturm entfacht, erhoben sich daraufhin alle Geräusche des Waldes zu einem mächtigen, bedrohlichen Rauschen. In Todesangst packte Nimajneb seinen Stab und seinen Sack und rannte davon...
"Nur weg von diesem verwunschenen Ort" war sein einziger Gedanke. Doch selbst das Quaken der Frösche formte sich nun zu tosendem Lärm, der sich ihm in den Weg zu stellen schien...
Und so geschah es auch: Wo eben noch die beiden Frösche quakten, standen plötzlich zwei nasskalte Wasserwesen und verhinderten die Flucht des königlichen Dieners ...
Da fiel Nimajneb vor Schreck in eine tiefe Ohnmacht... |
(c) Copyright Oliver Deeg 09/2000