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Kapitel 01 - Die Jagd des Schwarzen Nebels
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Teil 15 - Am Waldwasser

Über steinige Wege und dunkle Wälder folgte Nimajneb dem weißen Ziegenbock, der ihn wie eine helle Lichtgestalt durch den Felsenwald führte. Am Fuße eines kleinen Tales machte der Bock plötzlich halt und drehte sich um ...

Erneut warf das Tier Nimajneb einen langen Blick zu, wandte sich dann ab und verschwand mit ein paar Sprüngen im Wald...

Der Novize rief ihm hinterher: "Halt, so lass mich nicht allein!" Doch es war zu spät. Der Bock verschwand und Nimajneb blieb zurück - verlassen, tief im Herzen der Felsenwälder. Was sollte nun mit ihm geschehen? ...

War dies der Ort, von dem ihm Prinzessin Nileve erzählt hatte? Nur er kannte ihr steng gehütetes Geheimnis: Tief im Herzen der Felsenwälder traf sie heimlich ihren Geliebten, einen jungen Elbenprinzen, dessen Eltern ebenfalls nichts von seiner Liebe zu einer Menschenfrau wissen durften...

Elben hielten für gewöhnlich nicht viel von den Menschen und ihrem Streben nach Reichtum und Macht. Die Menschen wiederum hielten nicht viel vom verträumten Leben der Elben und ihrem Hang zu Zauberei und Magie...

Und was die Menschen am meisten belächelten: Elben sprachen sogar mit Pflanzen und Tieren. Just als Nimajneb sich dieser sonderbaren Eigenheit der Elben erinnerte, begannen ein paar Frösche lauthals zu quaken, als würden sie den fremden Besuch im Wald verkünden...

Doch Nimajneb war zu erschöpft um ihren Lauten die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken und verscheuchte die lärmenden Geschöpfe mit ein paar raschen Handbewegungen...

Dies war ein falsches Zeichen für die Bewohner des Waldes, wie sich sogleich herausstellen sollte...

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(c) Copyright Oliver Deeg 09/2000